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Unsere Rundreise mit Route, Highlights und Tipps

Die Normandie zählt für mich neben der Bretagne zu den spannendsten Regionen Frankreichs. Ich wollte unbedingt einen Roadtrip mit meinem Van unternehmen. Also planten wir eine grobe Route, die Vorfreude war riesig.

Doch dann kam Corona.

Die Normandie schien plötzlich unerreichbar. Es folgten viele Wochen mit umplanen, Termine schieben, warten und bangen. Aus Mai wurde Juni, dann Juli und schließlich August.

Aus einer Reise zur Nebensaison wurde plötzlich ein Roadtrip zur Hauptsaison. Den ganz Frankreich hat im August Sommerferien. Ich möchte dir heute berichten, wie unsere Reise verlaufen ist, welche Orte uns besonders gefallen haben und welche Tipps wir dir mitgeben möchten.

Viel Spaß beim Lesen unseres Reiseberichts für die Normandie!

Warum in die Normandie Reisen?

Die Mischung aus schroffen Küsten, mittelalterlichen Fachwerk-Städten, Erholung am Meer und in der Natur ziehen mich an. Außerdem gibt es besondere Erlebnissen mit Einheimischen, wie eine Kajak-Tour mit einem Austern-Fischer oder der Besuch eines Calvados Herstellers klingen sehr verlockend. Das Essen, (wir lieben Seafood, vor allem Austern) und die 3 C‘s: Cidre, Calvados und Camembert sind das Tüpfelchen auf dem i.

Wir wollten von allem etwas erleben:

  • Die Städte Rouen, Caen und Le Havre besucht
  • Historische Orte und einsame Buchten finden
  • Outdoor-Abenteuer beim Kajak, Rad fahren oder auf dem Klettersteig erleben
  • Die Wunder der Natur mit dem gewaltigen Tidenhub der Normandie hautnah spüren
  • Die kulinarische Vielfalt der Normandie kosten
  • Natürlich Mont Saint-Michel besuchen. Eventuell auf dem Heimweg die Kreidefelsen von Etretat, Deauville und Dieppe besuchen

Bist du spontan und möchtest jetzt noch Urlaub machen? Dann lies weiter und buche deinen Trip in die Normandie! Bald ist Nebensaison und der Aufenthalt an der frischen Luft ideal zum Reisen in diesem Jahr!

In diesem Artikel findest du unsere besuchten Orte, Outdoor-Erlebnisse, Route und natürlich Tipps für Campingplätze, Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Highlights!

(Der Artikel wird nach und nach upgedatet, da wir gerade noch unterwegs sind. Gerne Tipps als Kommentar hinterlassen!)

Gründe für eine Reise in die Normandie

Die Gründe sind viele: Gutes Essen, den besten Käse, Cidre, Calvados, Poiré, Muscheln, Austern, super nette Menschen, das für uns unentdeckte Seine-Tal, traditionelle Badeorte mit Strandvillen (Deauville, Trouville, Houlgate, Honfleur) aber auch die geschichtsträchtigen Landungsstrände des D-Day.

Die normannische Schweiz mit seinen Outdoor-Möglichkeiten wie auch Fahrradtouren entlang der Seine oder dem Meer. Ein Urlaub in der Normandie bedeutet: Für jeden ist etwas und von allem dabei!

Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielt: Das ist hier völlig egal. Oft regnet es nur kurz, das Klima ist vor allem im Sommer sehr mild und alle die extreme Hitze nicht mögen werden die Normandie lieben!

Unsere Route in der Normandie

Wir sind 3-4 Wochen mit dem Wohnmobil (Campervan) gereist. Davon haben wir eine ganze aWoche auf einem Campingplatz in Barfleur verbracht, da wir für die Normandie ein wenig arbeiten dürfen. Falls du nicht wie wir selbständig bist und richtig Urlaub machst, kannst du hier weniger Zeit einplanen. Dann kannst du die Route locker in 14 Tagen entlang reisen. Hast du weniger Zeit, dann picke dir deine persönlichen Highlights heraus!

Ich erfinde mehr und mehr das langsame Reisen für mich und stehe auch gerne mal länger an einem Ort, wenn es mir gefällt.

(Hinweis: Die ersten 11 Tage klingen recht vollgepackt. Das ist normal, wenn man als professioneller Reiseblogger mit einer Destination kooperiert und in deren Auftrag recherchiert).

  • Tag 1: Anreise aus Süddeutschland bis Metz (wer möchte kann durchfahren)
  • Tag 2: Anreise Metz – Poses
  • Tag 3: Fahrradtour Seine-Tal nach Pont de l’Arche um Lac des Deux Amants. Nachmittags Besuch Château Gaillard und Les Andelys
  • Tag 4: Rouen mit Stadtführung, gegen Abend Besuch Abbaye Jumièges
  • Tag 5: Calvados-Hersteller Christian Drouin (Coudray-Rabut) & Blumenküste (Houlgate)
  • Tag 6: Caen und Ouistreham
  • Tag 7: Food-Tour rund um Bayeux und Arromanches-les-Baines
  • Tag 8: Normannische Schweiz: Roche d’Oêtre und Via Ferrata (La Cambronnerie)
  • Tag 9: Besuch Mont Saint-Michel mit Abtei, am Nachmittag Wattwanderung
  • Tag 10: Kajak auf Chausey-Inseln mit Austern Fischer wurde abgesagt, daher Besichtigung Granville und Wanderung auf Zöllnerpfad in der Bucht Mont Saint-Michel
  • Tag 11: Wasserfälle von Mortain, Besuch Poiré-Produzent Pacory (Mantilly), dann Besuch Domfront
  • Tag 12-19: Barfleur mit Erkundung Halbinsel Cotentin (Saint-Vaast-la-Hougue, Cherbourg, …)
  • tbc. eventuell Alabasterküste mit Kreidefelsen um Êtretat, Le Havre und Dieppe

Wo liegt die Normandie und wofür steht die Region?

Die Normandie liegt im Norden Frankreichs am rauen Atlantik und grenzt an die Bretagne. Der Ärmelkanal trennt die Normandie von England.

Die „Haute Normandie“ (oberer Teil) ist beliebtes Ziel der Pariser, denn die Region ist per Zug schnell zu erreichen. Darum ist diese Region vor allem an Wochenenden und auch im Sommer viel voller.

Die „Basse-Normandie“ (südlicher Teil) mit Landungsstränden und der Hauptsehenswürdigkeit der Bucht von Mont Saint-Michel ist kulturell und geschichtlich an Höhepunkten.

Reduzierst du die Normandie aufs Kulinarische, so sagt man die drei C sind wichtig: Cidre, Calvados und Camembert. Für mich gehören definitiv Fisch, Miesmuscheln und Austern dazu. Dazu Poiré und wer es mag: Schnecken. Außerdem Galettes, die salzige Version des Crêpes, die auch in der Normandie sehr beliebt sind und die weiteren Käsesorten wie Livarot, Pont-l’Evêque und Neufchâtel.

Anreise in die Normandie

Die Anreise erfolgt unkompliziert: Aus Süddeutschland über Straßburg oder Paris, ab Norddeutschland bevorzugt über Belgien oder Luxemburg.

Aus Heilbronn bis ins Département Eure (Léry-Poses) zu unserem ersten Campingplatz sind es etwa 700 km. Wer nicht durchfahren will, kann wie wir einen Stop in Metz einlegen. Hier gibt es einen Stellplatz direkt an der Altstadt, welche nach einer Fahrt gemütlich zu erkunden ist.

Reist du nicht mit eigenem Auto oder Wohnmobil an, kannst du bis Paris mit dem Zug fahren oder auch fliegen. Ab hier kannst du einen Mietwagen mieten und wie wir an der Seine entlang in die Normandie anreisen. Alternativ kannst du auch mit dem Zug weiterreisen.

Reisebericht Normandie Roadtrip

Hier kommt der Reisebericht für meine Normandie Rundreise mit Campervan (Wohnmobil). Die Normandie ist so zahlreich an Höhepunkten das man nicht weiß, wo man als nächstes anhalten soll. Jedoch muss jeder selbst entscheiden, was ihm gefällt. Hier ist meine Route:

Tag 1: Anreise Heilbronn – Metz

Hinweis: Falls du durchfahren möchtest, springe zu Tag 2.

Die Fahrt von Heilbronn bis Metz dauerte etwa 4 Stunden. Die Autobahnen sind trotz Hauptferienzeit recht leer. Ideal für eine entspannte Anreise. Ich nutze die Mautstraße (7,50€), welche mir etwa 30 Minuten Fahrt spart. Bei Temperaturen um die 37 Grad zählt jede Minute früher ankommen bei mir.

Sehenswürdigkeiten in Metz:

  • Centre Pompidou Metz
  • Kathedrale
  • Altstadt

Weitere Tipps & Infos für Metz:

  • Essen und Trinken: La Robe des Champs, Einkaufen auf dem Markt
  • Wohnmobilstellplatz: Camping Municipal Metz (Aufgrund Corona haben wir reserviert. Der Platz war nur zu einem Drittel besetzt. Ist also nicht unbedingt erforderlich. Einfacher Platz mit sauberen Sanitäranlagen direkt an der Altstadt).
  • Kosten für 1 Nacht: Ohne Strom und Wasser 13 Euro, mit Wasser und Strom 16 Euro / Nacht). Der Anschluss für Wasser ist direkt am Platz. Duschen haben kein zeitliches Limit und kosten auch nicht extra. Die 2. Person kostet 3,70 € extra.
  • Mautstraße kosten: 7,50 €

Bald wird es einen ausführlichen Bericht für Metz geben.

Tag 2 : Metz – Poses (Seine)

Die Fahrt von Metz nach Poses an der Côte de Deux Armants dauert mit einer kleinen Pause auf der Mautstraße 4,5 Stunden. Je nach Verkehr um Paris. Die Mautstraße hat uns 2 Stunden Fahrt erspart. Dafür geht die Maut ein wenig ins Geld (4 Stationen, in Summe 50,50€).

Eigentlich wollten wir das auf dem Weg liegende Château Gaillard bei Anreise besuchen. Genau an diesem Wochentag hatte es geschlossen (unbedingt prüfen).

Infos zum Campingplatz Léry-Poses:

  • Campingplatz: Camping Léry-Poses in Poses. Hier bleiben wir 2 Nächte.
  • Recht geräumiger Stellplatz mit Strom- und Wasseranschluss. Abgetrennt durch Hecken, vereinzelt Schatten durch Bäume. Duschen haben kein zeitliches Limit. Kostenloses WIFI, bei unserem Stellplatz war der Empfang nicht so gut.
  • Kosten für 1 Nacht: Mit Strom und Wasser 8 Euro.

Tag 3: Les Andelys – Château Gaillard – Pont de l’Arche

Ab heute beginnt der richtige Trip! Wir starten in Les Andelys, 85 km von Paris entfernt. Die Seine schlängelt sich hier Richtung Meer durch die Landschaft. Wunderschön und von vielen deutschen Touristen oft übersehen. Dabei ist die Natur wirklich sehenswert! Die Kirchen, Burgen und Ruinen ebenso.

Radweg Seine à vélo: Poses – Pont de l’Arche

Am Morgen starten wir mit einer kleinen Radtour auf dem „Seine à vélo“, der bald durchgängig von Paris bis nach Honfleur/Deauville ans Meer führen soll. Darum radeln wir auf einem neueren fertiggestellten Teilstück des Seine à vélo Radwegs ab Campingplatz bis Pont de l’Arche.

Vor allem der See Lac des 2 Armants und das mittelalterliche Örtchen Pont de l’Arche begeistert und überrascht uns. Die vielen kleinen Gassen, eine tolle Kirche und drum herum alte Fachwerkhäuser. Wir kaufen uns beim Bäcker Baguette und genießen unser Frühstück auf einer Bank in der Ortsmitte.

Auf dem See kannst du nicht nur SUP fahren, schwimmen oder Kajakfahren, sondern auf der Wakeboard-Anlage dein Können auf dem Brett testen.

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